Australiens Schüler demonstrieren gegen Klimapolitik

Der Klimawandel bestimmt unser aller Leben, Klimapolitik sollte uns helfen

Laut dem Deutschen Wetterdienst war der diesjährige Sommer der zweitheißeste in Deutschland, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Nur der Sommer 2003 war noch etwas heißer. Der Meeresspiegel steigt stetig und riesige Eisstücke brechen aus Gletschern heraus. Trotzdem nehmen viele Menschen den Klimawandel immer noch nicht ernst. Schüler in Australien haben jetzt die Nase voll von der Untätigkeit der hiesigen Politiker.

Sie schwänzten die Schule um gegen die Klimapolitik der Regierung zu protestieren. „Make earth cool again“, war nur einer ihrer Slogan. Die Reaktion der Politiker konnte jedoch nicht passender sein. Australiens Premierminister Scott Morrison riet den Schülern lieber in der Schule zu bleiben, anstatt zu demonstrieren. Laut dem Minister für Ressourcen lerne man nichts vom demonstrieren, die Schüler sollten lieber im Unterricht sein, und nicht lernen wie man von Sozialhilfe leben kann.

Tausende Schüler sangen und schrieen in mehr als 20 Städten, darunter Sydney, Melbourne und Perth um ihren Frust über den Mangel an Engagement der Klimapolitik des Landes kundzutun. Ihr Vorbild: die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg. Sie hatte 3 Wochen lang die Schule geschwänzt und vor dem schwedischen Parlament in Stockholm gestreikt um die Regierung, sowie die Bevölkerung auf die mangelnde Aktivität der Klimapolitik aufmerksam zu machen. Die Australischen Politiker forderten lediglich weniger Aktivismus und mehr Unterricht.

 

Auch in anderen Ländern wird demonstriert, so zum Beispiel in Nicaragua.