Costa Rica hat Glück – auch bei Naturkatastrophen

  • Posted on: 23 November 2017
  • By: Lenka
Klima Risiko Index Ländervergleich

Costa Rica hat laut Happy Planet Index nicht nur die glücklichsten Menschen der Welt, sondern bleibt auch weitgehend von Naturkatastrophen verschont…

Halb so schlimm wie Mami denkt

Wenn ein Auslandsaufenthalt in einem fernen Land wie zum Beispiel Costa Rica ansteht, steht gleichzeitig immer auch das Thema Extremwetterereignisse im Raum. Sätze wie „Hoffentlich gibt es keine Naturkatastrophe“ hört man von den besorgten Angehörigen zu Hause und auf Gewisse Art und Weise macht man sich auch selbst Gedanken über mögliche Gefahren. Betrachtet man jedoch die Rangliste des Klima-Risiko-Index der Umweltschutzorganisation Germanwatch aus dem Jahr 2014, so stellt man überraschenderweise fest, dass Deutschland auf Platz 59 steht, Costa Rica hingegen erst an 93 Stelle auftritt.

Die Tatsache, dass Deutschland stärker von Unwetterkatastrophen betroffen ist als Costa Rica – wohlgemerkt, ein zentralamerikanisches Land inmitten des pazifischen Feuerrings und zwischen zwei Weltmeeren – hört sich für die meisten vorerst unglaubwürdig an. Aber die Fakten sprechen für sich: Der Globale Klima-Risiko-Index (KRI) von Germanwatch untersucht, wie stark Länder von Wetterextremen wie Stürmen oder Überschwemmungen betroffen sind, in Bezug auf menschliche und ökonomische Verluste. Der KRI für das Jahr 2018 stufte Deutschland im Ranking noch weiter ab – genaugenommen auf Platz 42 und somit weit vor Costa Rica. Und auch im Langfrist – Index seit 1997 zählt Deutschland zu den am stärkeren betroffenen Nationen.

Klimawandel betrifft die ganze Welt

Der Klimawandel schädigt uns alle. Wer kann sich noch an die schwere Hitzewelle im Jahr 2003 erinnern? Oder die heftigen Stürme wie zum Beispiel den Orkan „Kyrill“ 2007? Ganz zu schweigen von den mehrmals aufgetretenen „Jahrhundert – Hochwassern“ an Donau, Elbe und Oder. Der Starkregen im Juli dieses Jahres führte ebenfalls zu Hochwasser und in manchen Regionen Norddeutschlands wurde aufgrund von Überflutungen oder vollgelaufener Keller sogar der Katastrophenalarm ausgelöst. Die Verluste sind immens: Der KRI für 2016 zählt 15 Todesopfer und Schäden in Höhe von fast 4 Milliarden Dollar für Deutschland.

Die Ärmsten trifft es am Härtesten

Wie man sieht hat Deutschland zwar auch immer mehr mit den drastischen klimatischen Verhältnissen zu kämpfen, jedoch ist das Land nicht annähernd mit den Tragödien der Top 10 auf der Rangliste zu Vergleichen. Denn traurig aber wahr: Die Ärmsten trifft es immer am härtesten. Im Jahr 2016 waren des KRI zufolge Haiti, Simbabwe, Fidschi und Sri Lanka am schlimmsten von Extremwetter erschüttert. Die Entwicklungsländer werden so hart von einer Katastrophe getroffen, dass Sie sich gar nicht mehr richtig erholen können. Ein Musterbeispiel ist Honduras, welches 1998 durch einen Hurrikan um die 20 Jahre in der Entwicklung zurückgeworfen wurde. Oder aber die Länder werden immer wieder von den Extremen heimgesucht, sodass eine Erholung und Regeneration überhaupt nicht möglich ist, da schon wieder der nächste Sturm durch das Land tobt. Zwischen 1997 und 2016 zählen neun von den zehn am schlimmsten betroffenen Ländern zu Entwicklungsländern mit niedrigem Pro-Kopf-Einkommen. Platz 10 nimmt die USA ein, also eine Industrienation, welche nicht nur ein deutlicher Verursacher des Klimawandels ist sondern eben auch Leidtragender.

KRI Ranking

Probleme lösen sich nicht von selber

Abschließend ist wieder einmal zu sagen, dass die Problematik rund um das Thema Klimawandel präsent ist und erhebliche Schäden mit sich bringt. Die Sache ist real und wir Menschen müssen anfangen zu handeln, um weiteres Leid zu verhindern. Jeder sollte seine Umwelt schützen, denn die Probleme lösen sich nicht von alleine. Laut dem KRI kamen zwischen 1997 und 2016 mehr als eine halbe Million Menschen aufgrund von Naturkatastrophen ums Leben. Besonders geschädigt werden wie bereits erwähnt die kleinen Insel Staaten und Entwicklungsländer, welche sich im Vergleich zu den westlichen Ländern mit Sicherheit nicht so sehr für die Erderwärmung verantworten müssen. Trotzdem sind sie den Katastrophen hilflos ausgeliefert.

HPI vs. KRI

Wir im Hotel Costa Rica sind froh, dass es hier kaum Naturkatastrophen gibt. Tropensturm Nate, welcher im Oktober durch Zentralamerika und somit auch Costa Rica rauschte kostete tragischer weise 20 Menschen das Leben. Die meisten Opfer kamen jedoch in den Nachbarländern ums Leben und Costa Rica geriet ein weiteres Mal mit einem blauen Auge davon. Im Happy Planet Index steht das kleine Land auf Platz Nummer 1 - und nicht umsonst Leben die Menschen hier getreu dem Motto „Don’t worry be happy“ - im Klima-Risiko-Index landet Costa Rica zum Glück eher auf den hinteren Plätzen.

Pura Vida

 

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