Costa Rica: das Mekka für Superfoods

  • Posted on: 4 April 2016
  • By: Jana
Die gute alte Stulle als Superfood

Kaum ein Trend ist momentan mehr vertreten: ob Blogger auf Instagram, Markenbotschafter bei Facebook, Youtube-Tutorials mit Vorstellungen der neuesten Produkte - sie sind überall, die Superfoods. Nicht nur die Prominenz auch das Mädchen von nebenan schwört auf diese kleinen Naturwunder. Aber sind Superfoods wirklich so super? Oder haben wir hier lediglich ein Paradebeispiel allerfeinsten Marketings?

Was sind eigentlich Superfoods?

Tasten wir uns doch erstmal mit kritischer Neugier an das Thema heran. Superfoods sind nicht klar definiert, auf der Suche nach einer Auflistung stößt man bei unterschiedlichen Quellen auf verschiedene Klassifizierungen. Was klassifiziert ein Lebensmittel also als Superfood? Ganz einfach: ein Lebensmittel, das sich durch eine reiche Nährstoffdichte positiv auf die Gesundheit auswirkt und darüberhinaus kaum künstlich verarbeitet sowie relativ kalorienarm ist, kann als Superfood definiert werden. Hierzu zählen z.B. Chia-Samen, Acai-Beeren, Kakao, Goji-Beeren, Granatapfel, Spirulina, Chlorella, Maca-Wurzeln, Mandeln, Ingwer, Avocado, Papaya, Moringa, Kurkuma, Heidelbeeren, Rote Bete, Grünkohl, Aronia-Beeren, Leinsamen, Weizen- und Gerstengras und je nach Quelle noch einige mehr. 

Und was soll das bringen?

Nimmt man also einige dieser Produkte zu sich, kann man seine Energiebereiche mit Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren, Vitamine, Enzyme, Eiweiß, Eisen sowie Balaststoffen schnell aufladen. Viele Superfoods sollen bei unterschiedlichen Krankheiten (z.B. Krebs) oder sonstigen Beschwerden helfen. Über die Gesundheitsbranche hinaus profitieren die Verkäufer der Lebensmittel an dem aktuellen Fitnesstrend: Low Carb High Fat (LCHF), High Carb, Paleo-Diät - vor lauter Möglichkeiten sieht man den Wald vor Bäumen kaum. Der Muskelaufbau solle unterstützt und die Fettverbrennung angekurbelt werden.

Wahrheitsgehalt

Betrachten wir die Geschichte der Superfoods bevor sie zu Superfoods geworden sind, spricht Alles für die Wirkung dieser Wunder-Lebensmittel. Um zur Stärkung von Kriegern vor dem Einzug in eine Schlacht oder zur Steigerung der Fruchtbarkeit. Bereits vor hunderten von Jahren haben die verschiedenen Beeren, Samen und Nüsse sich ausgezahlt. 

Und auch wir, vom Hotel Paraiso del Cocodrilo, können eine Wirkung einiger Lebensmittel bestätigen. Seit nunmehr sechs Jahren nimmt Hotelchef Rainer an Tagen, die besonders viel Power abverlangen, z.B. den ein oder anderen Moringa-Samen aus dem Garten zu sich. Dieser gibt ihm Energie für den gesamten Tag! Auch der ein oder andere experimentierfreudige Gast ist überrascht über die Wirkung und nimmt sich einen kleinen Vorrat mit. Genau so verhält es sich mit Kurkuma, Ingwer und Papayas. Es besteht keine Notwendigkeit die von der Natur produzierten Produkte erneut in eine Kapsel- oder Pulverform abzuwandeln.

Es geht auch so: ab in den Garten, anpflanzen, warten, pflücken und die eigenen wirklich unbehandelten Superfoods zu genießen. Auf dem Hotelgelände angebaut wachsen hier unterschiedlichste Nüsse, Pollen, Samen und Früchte, die bereits einen festen Platz in der organischen Speisenkarte vom Hotel Paraiso del Cocodrilo Restaurant gefunden haben. Hier schließen wir uns also Angela Clausen, Lebensmittel-Expertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen an. Sie rät zu Skepsis bei stark verarbeiteten Waren: „Wenn man Superfoods zu sich nehmen möchte, dann sollte man definitiv besser die ganze Frucht essen als Pulver oder Kapseln.“ 

Superfoods sind wirklich super

Fassen wir das Thema also mal zusammen: Superfoods wirken sich positiv auf den Menschen aus. Eigenst getestet und für gut befunden! Hotelchef Rainer z.B. hat auf diesem Wege seit seiner Auswanderung nach Costa Rica sein Diabetes besiegt. Es wäre jedoch auch bereits schon möglich einen Apfel mit vielen Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen als Superfood zu klassifizieren. Warum das allerdings nicht gemacht wird, liegt auf der Hand: ein Apfel ist ein Apfel und selbst für das größte Marketing-Ass wird es schwer, diesen so zu vermarkten, dass eine Preissteigerung gerechtfertigt werden könnte. Kein Profit, kein Interesse. So läuft das nun mal.

Und besser als jedes Superfood ist und bleibt ganz klassisch die gesunde und ausgewogene Ernährung. Natürlich ist der Gedanke verführerisch, einmal am Tag ein Wunder-Lebensmittel zu sich zu nehmen und den Rest des Tages nur Fastfood und Cola zu sich zu nehmen und dann trotzdem behaupten zu können, man würde gesund leben. Niemand hat gesagt, dass gesund leben einfach ist. Vertraut auf Eure Intuition und horcht in Euren Körper hinein! Ihr konntet doch nicht anders und habt die Currywurst mit Pommes rot/weiß gegessen. Wie fühlt Ihr Euch danach? Ich kann nur für mich sprechen und sagen: meistens fühle ich mich übersättigt, ich bin schlapp und würde mich am liebsten hinlegen. Nach einem schönen Stück Fisch oder Fleisch oder auch nach der guten alten Stulle mit Avocado, Käse oder womit auch immer, sieht das schon ganz anders aus. 

Aber auch hier gilt: alles in Maßen. Verbietet man sich jeden Kontakt mit Burger, Schokolade und anderen süßen Sünden, macht das Leben doch auch keinen Spaß. Die Abwechslung macht es. Entdeckt Eure eigenen Superfoods und ganz wichtig: Essen macht Spaß, Essen macht glücklich, Essen ist gesellig und nicht an Trends gebunden - guten Appetit und Pura Vida!

 

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Kommentare

Vielen Dank für den guten und interessanten Artikel, wie gesund ist eigentlich Kaffe und Tee?
Gruss Manny

Bild des Benutzers Lady

Vielen dank für die Anregung. Wir werden direkt mal was dazu rauslassen.

Gruss vom Pazifik in Costa Rica bei angenehmer Sonne,  Jana

Bild des Benutzers Harry Christmas

Sekundäre Pflanzenstoffe sollten Bestandteil unserer täglichen Ernährung sein. ... wobei 5 000 bis 10 000 in der menschlichen Nahrung vorkommen. Smoothis sind genial. Harry

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