„Godzilla“-El Niño 2015/16

Fast auf der ganzen Welt wurden 2015 Wärmerekorde aufgestellt. An vielen Orten, auch in Deutschland, gab es mal wieder extrem milde Temperaturen im November und Dezember. In Nord- und Südamerika ist das Wetterchaos noch extremer, da hier das Phänomen El Niño mit im Spiel ist!

Was ist El Niño?

Eine überdurchschnittliche Erwärmung im äquatorialen Bereich des Pazifik führt alle paar Jahre zu dem sogenannten El Niño, einem Wetterphänomen, das zwischen sechs und 18 Monate andauert. Die Auswirkungen von El Niño sind aber nicht nur in Amerika, sondern auch weltweit zu spüren. So ist das Phänomen auch an den hohen Temperaturen des letzten Jahres beteiligt. Nun sprechen Klimaforscher von einem „doppelten El Niño“, das heißt, dass es dieses Mal über zwei Jahre hinweg extreme Wetterverhältnisse geben wird. Es wird gewarnt, dass in den kommenden Monaten, bis zum Frühsommer 2016, mit Hitze und Dürren, aber auch mit Starkregen und Überflutungen gerechnet werden muss.

El Niño heißt nicht gleich „Katastrophe“!

El Niño muss aber nicht unbedingt eine Katastrophe bedeuten, in manchen Regionen sind seine Effekte sogar positiv: Zum Beispiel können Regenfälle im trockenen Westen der USA eine Erleichterung nach langer Dürre sein. Im Osten der Vereinigten Staaten gibt es in einen El Niño Jahr oft weniger Hurricanes als üblich. Was aber nun passiert, wenn dieses Wetterphänomen in Kombination mit dem durch uns verursachten Klimawandel interagiert, ist ungewiss.

El Niño in Costa Rica

Inwiefern sind die Auswirkungen von El Niño hier in Costa Rica zu spüren? Vor allem in der Provinz Guanacaste, die sowieso schon die trockenste Region des Landes ist, hat es in der letzten Regenzeit kaum Niederschläge gegeben. Das hat natürlich negativen Einfluss auf die Landwirtschaft in dieser Gegend, da das Land ausgetrocknet ist. Auch sind die Temperaturen zurzeit höher als normalerweise, was auch als Effekt des El Niño betrachtet werden kann.

Wir müssen auf alles gefasst sein

Fakt ist, dass 2015 das heißeste Jahr seit Beginn der Klimaaufzeichnungen war. Sicher wissen wir auch, dass dieser El Niño besonders stark ausgeprägt ist und der stärkste seit 50 Jahren werden könnte. Auch 2016 sollen wieder neue Hitzerekorde aufgestellt werden. Wir können uns also wahrscheinlich auf neue Extrem(un-)wetter gefasst machen!

Mehr spannende Costa Rica News gibt es hier

Die schönsten Horrornachrichten der Woche

Unsere tägliche Wurst führt zu Krebs, in Indonesien brennt es unaufhörlich und manche Teile der Welt werden auf Grund der Erderwärmung bald gar nicht mehr bewohnbar sein.

So klingen die schönsten Horrornachrichten der Kalenderwoche 44 im Jahr 2015. Wir liegen ganz entspannt bei herrlichem Wetter am Pazifiksandstrand von Cosa Rica und ärgern uns auch nicht mehr über die täglichen Katastrophen. Was es mit ihnen genau auf sich hat, trommeln wir von Palme 7 in Costa Rica direkt in die Welt:

Wurst krebserzeugend
tägliche Wurst führt zu Krebs,

1. Wurst ist krebserregend

Dass so ein Weißwurstfrühstück vielleicht nicht unbedingt gesünder ist als ein Teller Obst, ist den meisten vermutlich bewusst. Nun aber stuft die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) verschiedenes Fleisch als krebserregend ein.

Auf Grund der vorliegenden Daten, ist sicher, dass verarbeitetes Fleisch wie zum Beispiel Würstchen, Schinken oder Corned Beef Krebs verursachen kann. Bei sogenanntem rotem Fleisch halten sie es für wahrscheinlich. Das gilt beispielsweise auch für das Rinder-Steak aus der Pfanne oder das Schweinekotelett vom Grill. Um weißes Fleisch, also Geflügel, geht es in dem Bericht nicht.

Müssen wir jetzt alle auf Fleisch verzichten und vegetarisch leben? Die Antwort ist klar: nein. Wie immer kommt es auf das richtige Maß an. „Für den Einzelnen ist das Risiko klein, infolge des Fleischkonsums Darmkrebs zu entwickeln“, sagt Kurt Straif von der IARC. „Aber das Risiko steigt mit der verzehrten Menge.“

2. Indonesien brennt

Illegale Brandrodung war in Indonesien schon immer ein Problem. Dass dieses Jahr dazu auch noch der Regen aus bleibt, macht die Lage nur noch drastischer. Denn nicht nur die Brände an sich sind gefährlich – Feinstaub verdunkelt den Himmel über Südostasien.

Der PSI-Wert, mit dem die Feinstaubbelastung der Luft gemessen wird, lag zuletzt bei 1700. Ein schockierender Wert, da Messungen über 100 bereits als gesundheitsgefährdend gelten. Vergangenen Samstag wurden katastrophale 2400 erreicht. Atmen ist unter diesen Umständen kaum noch möglich. Dass dieser Zustand seine Opfer fordert, liegt auf der Hand.

Bei PSI Werten um die 2000 liegt die Sicht bei unter einhundert Metern. Somit arbeiten auch die zahlreichen Hilfskräfte unter Lebensgefahr. Mehr als 20.000 Soldaten und Feuerwehrleute kämpfen inzwischen mit internationaler Hilfe einen nahezu aussichtslosen Kampf gegen die Brände. Dass der Torfboden weiträumig und metertief glüht, macht die Löscharbeiten nahezu unmöglich.

3. Den Golfstaaten steht ein heißes Ende bevor

 Wir alle wissen es: der Klimawandel ist real und hat verherende Folgen für uns. Und ist es erschreckend, was für eine düstere Prognose Forscher nun für die Golfstaaten wagen.

Bei ungebremstem Ausstoß von Treibhausgasen werden Sommertemperaturen am Persischen Golf regelmäßig auf Werte von über 60 Grad Celsius steigen werden. Selbst für junge und gesunde Menschen dürfte das unerträglich sein. Beschriebenes Phänomen könnte diesen Teil der Erde bis Ende des Jahrhunderts weitgehend unbewohnbar machen.

Auch in diesem Jahr gab es schon Hitzewellen, die vor allem älteren und kranken Menschen schwer zu schaffen machten. Größtenteils in der Golfregion, aber auch auf der ganzen Welt.

Bei der Provinz Guanacaste in Costa Rica ist beispielsweise sehr auffällig, dass die Regenzeit dieses Jahr auszufallen scheint. In Monaten, in denen es sonst starke Niederschläge gab, hofft man vergeblich auf den von der Natur in der Trockenzeit dringend benötigten Regen. Aber wer weiß, vielleicht regnet es dann ja einfach in der Trockenzeit.

Hier gibt es weitere Infos zu dem Wetter in Costa Rica.

Mit welchen Problemen die Natur in Guanacaste und der ganzen Welt noch zu kämpfen hat, findet man hier.

Costa Rica Hotel-Praktikantin oder Crocodile Dundee?

Schon seit 1,5 Monaten bin ich nun Praktikantin in dem Costa Rica Samara Hotel „Paraiso del Cocodrilo“. In dieser Zeit konnte ich bereits viele tolle Erfahrungen sammeln, relaxen und wunderschöne Strände sehen. Was aber jetzt schon ein absolutes Highlight für mich war, ist mein Ausflug zum Rio Tempisque.

Da gerade noch Regenzeit ist, haben wir derzeit relativ wenige Gäste im Hotel. Umso mehr freute ich mich, als vor ein paar Tagen ein junges, deutsches Pärchen für einige Nächte zu Besuch kam. Die beiden waren sehr unternehmungslustig, konnten aber außer der Phrase „Pura Vida“ kein Wort spanisch. Als sie sich dazu entschieden eine von Ticos geleitete Krokodiltour zum Rio Tempisque zu machen, fragten sie mich, ob ich sie vielleicht als kleine Dolmetscherin begleiten wolle. Nichts lieber als das!

Holprige Anfahrt

Gegen Mittag machten wir uns also auf den Weg zu dem kleinen Ort „Puerto Humo“ in Costa Rica, Guancaste. Bewaffnet mit Kamera, Trinkflaschen und vor allem viel Mückenspray saßen wir in dem kleinen Leihwagen des Pärchens. Ein Geländewagen wäre wohl eine bessere Wahl gewesen – für Costa Rica im Allgemeinen, aber vor allem auch für diese Strecke. 1,5 Stunden fuhren wir einerseits über geteerte Straßen, andererseits aber vor allem über die schlimmsten Holperpisten. Anstrengend!

Wo sind wir hier gelandet?

Als das Handy-Navi verkündete, dass wir nun am Ziel seien, wussten wir erstmal nicht weiter. Wo sollte die Anlegestelle noch sein? Gut, der Ort war nicht besonders groß und das Ziel musste irgendwo am Wasser sein, so viel stand fest. Wir irrten kurz durch die Gegend und wurden von Einheimischen, die vor ihren Häusern saßen, kritisch beäugt. Schließlich stießen wir auf eine Straße, in der ein Mann wild mit seinem Hut winkte und „Tour?!“ schrie. Er schien die die richtige Ansprechperson zu sein und so folgten wir ihm bis zum Fluss. Hier wartete schon ein weiterer Tico auf uns, der uns den Weg zu den Booten wies.

Wenn das mal gut geht

 An der Anlegestelle passierten wir ein Metallgestänge versehen mit Holzpaletten, unter uns dicker, brauner Matsch. Ja, hier fühlen sich Krokodile bestimmt wohl. Diese wackelige Konstruktion führte dann auch als Steg vom Ufer direkt aufs Boot. Allerdings, so richtig gut befestigt war hier nichts und es hieß großen Lücken mit kleinen Sprüngen zu überwinden. Allein das war schon ein kleines Abenteuer.

Das Boot an sich sah dann aber Gott sei Dank wesentlich stabiler aus. Außer uns dreien und den zwei Ticos war kein weiterer Passagier an Bord, also konnten wir uns frei auf den zahlreichen Sitzplätzen verteilen, damit jeder von uns in eine andere Richtung Ausschau nach Krokodilen halten konnte.

Auf hoher See

Der Rio Tempisque war viel größer und breiter, als ich ihn mir vorgestellt hätte. Das Wasser war ziemlich schlammig und undurchsichtig, sodass man keine Ahnung hatte, was da gerade unter einem lauter oder eben nicht. Also mal lieber nicht die Arme aus dem Boot halten, sicher ist sicher.

Wenige Minuten, nachdem wir loslegten, hielten wir auch schon wieder. In gebrochenem Englisch versuchten uns die Ticos auf etwas aufmerksam zu machen. Wir sahen zwar einen weißen Vogel, verstanden aber nicht ganz, was es damit auf sich hat. „This is no eagel“ verstand ich und fragte mich, was mir die Information bringen solle, dass das kein Adler sei. Herzlichen Glückwunsch, das ist kein Adler? Zum Glück hatten die Beiden ein Bild von den verschiedenen, vorkommenden Tierarten des Flusses dabei und somit war schnell klar, okay, das ist wohl ein „Snow Eagle“. Macht auch schon gleich viel mehr Sinn.

Und schon ging es weiter.

Die Hitchcock-Insel

 Natürlich sollte es nicht bei dem eben umgetauften No-Eagle bleiben. Nach einer Weile Fahrt durch das idyllische Naturparadies gelangten wir zu der sogenannten Vogel-Insel, auf der es nur so von bunten Kreaturen wimmelte. Schon weit vorher hörte man Gezwitscher und Geräusche, die man eigentlich eher einem Wildschwein hätte zuordnen können. Wir fuhren extra nah heran um alles zu Überblicken und staunten nicht schlecht, wie viele verschiedene und verrückte Vögel sich auf dieser Insel versammelten. Alfred wäre begeistert!

Suchbild: Wo ist das Krokodil?

Angestrengt starrten wir während der Fahrt in Baume, Büsche, auf Ufer und in das Wasser auf der Suche nach weiteren Tieren und natürlich vor allem Krokodilen. Ab und zu machten wir Halt, da die Ticos (ganz im Gegensatz zu uns und unseren ungeschulten Augen) ausgefallene Vögel oder riesige, orange Leguane entdeckten. Schnell wurden die Kameras gezückt und hier und da versucht einen guten Schnappschuss zu landen.

Bei der Krokodil-Insel unweit der Vogelinsel war es dann endlich soweit: Krokodile! Aber wo? „MUUUUUCHOS Cocordilos!“ wiederholten die Ticos immer und immer

 wieder, doch wir wollten beim besten Willen keine erkennen. Erst als wir etwas näher heranfuhren und sich da im Wasser etas bewegte, erkannten wir die umherdümpelnden Tiere. Nicht ohne Grund nicht ganz leicht, da quasi nur Nasenlöcher und ein Teil vom Schwanz aus dem Wasser ragten. Auch hier wurde eifrig geknipst, jedoch relativ erfolglos. Aus dem Wasser wollte keines der rund 10 Krokodile kommen und so blieb uns nichts anderes übrig, als uns mit dem halbverdeckten Anblick zufrieden zu geben. Naja, immerhin!

Rückenwind und Sonne im Gesicht 

Nach knapp zwei Stunden Seefahrt machten wir Kehrtwende mit dem Boot und fuhren wieder zurück. Da ich allerdings genug von dem ständigen Starren hatte und jetzt ja schon einige Tiere erblicken konnte, beschloss ich die restliche Zeit zu entspannen. Die Sonne schien und ich machte es mir vor dem „Captain“ ganz vorne auf dem Bug bequem. Ein bisschen bräunen, Augen zu machen, durchatmen, den Fahrtwind spüren, Augen wieder auf machen und vor einem das Wasser, die grüne Landschaft und den Horizont sehen. Wenn es auch nicht 100% mit den Krokodilen geklappt hat, hat es sich mindestens schon dafür gelohnt. Erholung pur.

Ab nach Hause

Wieder an Land angekommen, waren wir ganz schön erledigt. Ist halt eben doch anstrengend, so ein Tagesausflug. Wir bedankten uns recht herzlich bei den zuvorkommenden Ticos und machten uns auf den Heimweg zum Hotel, während es schon etwas dämmerte. Zufrieden machte ich es mir auf dem Rücksitz bequem und schlummerte trotz der Holperpiste ein bisschen vor mich hin und träumte davon, wie ich meinen Freunden und der Familie von meinem aufregenden Tag im Costa Rica Nationalpark Palo Verde erzählen werde.

Ganz nackt ist nicht so mein Ding

Verklemmt sein und Purismus ist in. Facebook bringt keine nackten Tatsachen, aber Hetze und Gewalt ist erlaubt. Wie ist es mit dir? Und wie mit mir?

Morgens nackt am Meer in Costa Rica

Immerhin habe ich es jetzt einige Tage hintereinander geschafft, morgens um 6 Uhr mit den Hunden am Strand von Samara Costa Rica zu joggen und dann noch weiter zum Strand von Buena Vista bis zu einem Platz, an dem ich mich dann nackt ausziehen kann und mich in die Wellen treiben lasse. Um diese Uhrzeit ist naturgemäß noch niemand am Strand, denn nackt unter Leuten ist nicht so mein Ding.

Portugal Algarve Lagos Schweinebucht

Allerdings erinnere ich mich noch an Portugal, wo wir jedes Jahr in der sogenannten Schweine-Bucht in Lagos an der Algarve waren, nackt, denn Schweine und nackt das passt ja zusammen. Das sah manchmal ganz gut aus und manchmal nicht so. Hier waren die Nackten in der absoluten Mehrheit, obwohl es in so einem katholischen Land selbstverständlich verboten war. Manchmal kämmen die Polizisten auch in die felsige Bucht und prügelten mit Genuss auf die Nackten ein, was aber auf Dauer bei ihnen zu einer gewissen Ermüdung führte und später gab es dann auch keine Streicheleinheiten mehr.

Meine Freundin sagt dazu „Es sieht nur gut aus, wenn man auch gut aussieht“. Daraufhin eine andere Freundin „Gott hat nicht alle Menschen gleich erschaffen“. Naja, der eine isst Schweinshaxe und der andere Salatplatte. Der eine geht joggen und bewegt seinen Arsch und der Andere sitzt vor der Flimmerkiste und frisst Chips. Klar, Gene spielen auch eine Rolle.

Aber die Schweinebucht in Lagos Portugal war ja auch ziemlich außerhalb und wahrscheinlich wird es diese auch gar nicht mehr geben. Immerhin ist das ja schon einige Jahre her. Damals kamen Leute aus allen Ländern da zusammen, um am Strand oder besser gesagt in dieser Bucht zu relaxen.

Von den Aktivitäten der letzten Nacht erholen

Da war ich dann einige Jahre jeden Sommer 5-6 Monate um das Leben zu genießen. In der Schweine-Bucht wurde morgens relaxt und sich von den Aktivitäten der letzten Nacht erholt dann so gegen Nachmittag wurde man aktiv, spielte Strandtennis, ging tauchen redete mit Anderen. Einige brachten ihre Gitarre mit und es wurde Musik gemacht.

Ein Portugiese, Marke Pirat oder Seemann, machte seinen Bierstand auf. Und da gab es andere, die ihre sexuellen Aktivitäten begannen. Damals schien das keinen zu stören und einige Portugiesen schauten sich das ganze genussreich und verdeckt aus sicherer Entfernung an.

Heute kann man getrost die Algarve zu den Turistenhochburgen zählen und am Strand tummeln sich die Leute. Im Gegensatz dazu hat Costa Rica noch sehr viele naturbelassene Strände, an denen nicht andauernd jemand vorbei kommt und dir einen Teppich verkaufen will.

 Handtuch-Keuschheit-Tanz

Ja, ja, ich weiß, dass ich jetzt ein wenig weit aus geholt habe, aber diese Erinnerungen kommen mir halt in den Kopf.

Also so ganz nackt ist nicht so mein Ding am Strand von Buena Vista, Costa Rica, aber angenehm ist es schon im Meer und wenn ich dann zurück jogge, mag ich keine nassen Sachen an meinem „zarten Körper“. Beim Umziehen ist man halt nackt oder führt einen Handtuch-Keuschheit-Tanz vor.

Freunde, alles ganz relax in Costa Rica , natürlich und entspannt am Meer.

Noch ein Costa Rica Tipp

Mountainbike fahren in Costa Rica, Guanacaste .ist eine feine Sache, ich fahre auch gerne am Strand und durch die Berge. Sie können Sie sich jederzeit Mountainbikes ausleihen, mit denen sie auf eigene Faust die Gegend erkunden. Bike Costa Rica Gesundheit und Fitness, Wir empfehlen Hanf!

 

Venceremos, oder auch nicht

Joggen in Costa Rica am Meer – den Arsch bewegen!

Wenn jemand mal eine gewisse Zeit gelaufen ist und sich dementsprechend fit fühlt, kann er kaum wieder damit aufhören.

Joggen am Meer in Costa Rica, Playa Buena Vista, ein Erfahrungsbericht in zwei Teilen im Zeitraum zwischen 2007 und 2015.

Ich weiß jetzt doch nicht mehr so genau wie lange ich jetzt schon täglich am Morgen an den Strand, hier in Costa Rica, Guanacaste, mit den Hunden zum Joggen gehe. Aber sicher sind es bereits sechs Wochen und da darf ich mir auch mal auf die eigene Schulter klopfen, denn am schwersten ist die Kontinuität beizubehalten.

Ich gehöre ja nicht zu den Leuten, die immer alles aufschreiben. Wann bin ich gelaufen, wie lange und welche Zeit und sowas. Immerhin habe ich es geschafft, mir in den Arsch zu treten, wenn ich keine Lust hatte und bin dann doch gegangen. Im Endeffekt, jeder kennt es, fühlt man sich hinterher fitter und zufriedener.

Auch in der Regenzeit super Wetter

Costa Rica, Guanacaste ist wunderschön in der Regenzeit, auch wenn in den Reiseführern was anderes steht. In dem Artikel „Regenzeit in Costa Rica“ könnt ihr das nachlesen.

Heute, genau wie gestern, ging ich sogar bis ans Ende des Strandes. Manchmal treffe ich da einige Mädels vom Schildkröten-Camp und wir quatschen ein wenig. Die Hunde sind natürlich happy über die Ausflüge.

Meistens haben wir hier in Costa Rica auch in der Regenzeit noch super Wetter. Dann ist alles perfekt. Am besten ist es, wenn ich es hinbekomme, schon morgens vor 6 Uhr ans Meer zu kommen. Die Atmosphäre bei Sonnenaufgang ist wirklich traumhaft. Erst Laufen, dann schwimmen, dann Kaffee oder Tee trinken.

Aber mal abwarten wie lange ich das ganze durchhalte.

Immer noch joggen am Strand in Costa Rica

Der Strand von Buena Vista in Costa Rica, Guanacaste ist etwa 3 Kilometer lang. Ich habe jetzt so ungefähr eine Ahnung, wann Ebbe und wann Flut ist. Naturgemäß ist es bei Ebbe angenehmer zu laufen als bei Flut, weil einem mehr Strandfläche zur Verfügung steht.

Heute war ich etwa um 9 Uhr da und es war perfekt. Ich laufe im Moment vom Costa Rica Hotel Samara zum Strand, dann mit etwas weniger Kleidung spazieren oder auch laufen bis zum Ende des Strandes. Hier ein wenig entspannen und dann zurücklaufen in der Meeresbriese.

Hier in Esterones de Samara wohnen vielleicht zurzeit etwa 200 Eingeborene und 40 Ausländer und ich frage mich, warum sieht man keinen am Strand? Ist das zu langweilig oder hat man was Besseres zu tun oder was auch immer. Na ja, für mich ist es zumindest immer einer der Höhepunkte des Tages, die Spaziergange, das Joggen am Strand und das Baden und sich dann von den Wellen treiben lassen. Meine beiden Hunde Chico und Benny sind immer dabei. Ein wenig Aufpassen muss man mit den Strömungen in Costa Rica. Etwa 200 Personen ertrinken jährlich im Meer durch gefährlichen Strömungen. Ihr könnt das nachlesen “ Costa Rica, schöne Strände und gefährliche Strömungen„.

Duschen, Kaffee und Müsli 

Im Hotel gibt’s nach dem Duschen dann Kaffee und Müsli mit frischen Früchten. Und um ein wenig Abwechslung da reinzubringen schwinge ich auch manchmal von Liane zu Liane durch die Mangroven über den Krokodilen vom Strand zum Hotel zurück.

Tagsüber bringe ich dann dem Papagei Grunzlaute bei und am Abend werde ich dann wieder an meinem vegetarischem Kochbuch weiter schreiben. Alles klar??

Acht Jahre später wird immer noch gejoggt

Was hat sich seitdem verändert? Jeden Tag bin ich am Meer joggen – nur noch kontinuierlicher. Ich glaube fast, in den letzten Monaten gab es kaum ein Tag, an dem ich nicht war. Manchmal habe ich keine Lust, aber wenn ich dann am Meer bin, steigt meine Stimmung wieder um 2 Sterne.

Jiaogulan Tee und Moringa

Duschen gehe ich auch noch und danach gibt es Jiaogulan Tee aus eigener Anpflanzung naturbelassen. Die frischen Früchten sind geblieben aber anstatt Müsli gibt es Natur-Haferflocken. Dazu Blütenpollen und natürlich Moringa. Später trinke ich dann organischen Kaffee, die ganzen industriell hergestellten Lebensmittel erzeugen bei mir ein aufkräuseln der Nackenhaare.

Moringa, das ist gerade der große Hit in Costa Rica und ich habe auch schon 15 Bäume angepflanzt. Wenn man 3 Samen isst, kann man das Marihuana weglassen und man ist den ganzen Tag voller Power wegen der vielen, guten, natürlichen Inhaltsstoffen.

Organische Speißen bekommt man im Costa Rica Restaurant Samara.

Tiere in Käfigen ist mir ein Graus

Nachdem ich mal versucht habe mit einem kleinen Krokodil spazieren zu gehen, was äußerst daneben ging, habe ich das aufgegeben. Und nachdem ich Jimi Hendrix singen hörte „I heard some of your families, living in cages long ago“ habe ich keine Papageien mehr, denen ich Grunzlaute beibringen kann. Um mich herum in der Natur schwirren ja genug Papageien rum.

Auch die costa-ricanische Regierung hat das erkannt und schon vor Jahren den Zoo in der Hauptstadt geschlossen.

Wer mehr generelle Costa Rica Informationen möchte, schaut mal rein.

Regenzeit 2015 in Costa Rica Guanacaste scheint auszufallen

Auch der letzte Depp hat mittlerweile gemerkt, dass sich das Klima verändert. Wenn es in Deutschland mal eine Woche regnet, spricht ja auch keiner von Regenzeit. Zeit für Costa-Rica-Musik und ein paar wirre Gedankensprünge.

Die Situation vor 8 Jahren

Nach zwei Wochen Regen in Costa Rica, hatte ich in 2007 geschrieben: „Mittlerweile könnte ruhig mal wieder die Sonne hier in Costa Rica, Guanacaste raus kommen. Es macht keinen Spaß mehr, über die fast unpassierbaren Straßen zu fahren und wir sehnen uns alle nach Sonne.“ Da zu dieser Zeit sowieso keine Touristen auftauchen, bleibt immerhin genug Zeit, um sich mit den liebem Mädels einige relaxte Tage am Meer zu verbringen oder einige Instrumente und damit auch die Nachbarn zu quälen.

Ein guter Freund ist das Beste auf der Welt

Mit meinem Freund Georg, einem Profi-Blues-Gitarristen, haben wir einen prima Partner gefunden und auch Heinrich, Musikprofessor am Goethe-Institut, hilft uns kräftig bei der Musikgestaltung. Oldri, ein Tico, macht auch und es macht richtig Spaß. Ich hatte ja auch in meiner Jugend in einer Rockband gespielt, immerhin 6 Jahre, aber ich war meistens zu faul zum Üben und habe mich mehr um die damals üblichen Festlichkeiten gekümmert. Das heutige Bedauern darüber kann ich mir auch direkt schenken.

Hinterher habe ich mir reichlich Noten aus dem Internet gezogen und ein Software-Musikprogramm runtergeladen, um die Musik zu verlangsamen und damit die einzelnen Töne besser zu erkennen. Zurzeit werden hauptsächlich das Saxophon und die Gitarre gequält und das neu gekaufte Piano steht etwas hinten an.

Andere Musiker reisen an

Bald werden ein paar Freunde aus Deutschland kommen, wahrscheinlich Anfang November. Die müssen dann unsere Musik auch ertragen. Allerdings wird wohl mit Hilfe von Alkohol, vermutlich mehrere Flaschen Rotwein, die Musik dann nicht mehr so als störend empfunden. Außerdem machen sie auch Musik und wir hatten schon wirklich gute Bands und Musiker. Mitglieder von Jan Garbarek Gruppe und auch Till Lindemann von Rammstein waren ein paar Mal hier.

Die Fender Stratocaster und der Verstärker wird momentan auch relativ selten benutzt. Mittlerweile haben wir schon über sieben Stücke. Vier von Santana, Hotel California, Hey Joe und ein Stück, das wir Flamenco nennen.

Die Situation heute, fröhlich in die Endzeit

Jetzt haben wir Ende September 2015 und die Regenzeit in Costa Rica Guanacaste scheint auszufallen. Normal haben wir noch 6 Wochen bis zum Sommer (Trockenzeit). Das Klima ändert sich, aber jedem steht auf die Stirn geschrieben „Was soll’s?“.

Also, zurzeit ist wenig los und auch die Musik wird wieder intensiver betrieben. Mittelweile habe ich elf Gitarren, sechs Saxophone, ein E-Piano, ein Keyboard und sogar ein Schlagzeug, obwohl ich gar nicht spielen kann. Aber ab und zu kommt schon mal ein Schlagzeuger vorbei. Und jede Woche gibt es Musiksession im Musikhotel Costa Rica am Pazifiksandstrand.

Santana kommt mit Orgel immer gut

Leider bin ich ein wenig größenwahnsinnig und übe auf Sax, Piano und Gitarre. Da man schon zwei Stunden pro Instrument üben sollte, komm ich da ins Schleudern. Piano ist mehr Orgel, weil jeder Idiot Gitarre spielt und drei Gitarren hören sich zusammen daher ein wenig bescheiden eintönig an. Und bei Santana kommt die Orgel immer gut.

Bei den Saxophonen habe ich auch viel Mist gebaut. Anstatt sechs mittelmäßige zu kaufen, hätte ich mir direkt ein gutes kaufen sollen. Ok, hinterher ist man immer schlauer und bald kommt noch ein Sopran Saxophone „Chu Berry“ und ein Alt Sax SML von 1941 angerauscht. Schauen wir mal.

Da ist noch so ein Vogel, der schreibt über Saxophone, wirklich interessant.

Noch mehr Freunde

Seit neustem kommt wieder ein Pizote (Nasenbär) vorbei. Der kriegt jeden Tag eine Banane und wird immer zutraulicher.

Costa Rica Träume und Schwachsinn

Einige Leute behaupten, dass man in der Provinz Guanacaste in Costa Rica mehr und intensiver träumt. Seitdem ich in Samara am Meer wohne, habe ich auch das Gefühl. Aber das kann auch Einbildung sein. Allerdings habe ich habe die Entscheidung nach Costa Rica auszuwandern nie bereut.

Als ich heute aufwachte, musste ich wirklich einige Minuten verharren, bis ich aus meinen Träumen heraus in die Realität kam. Oder auch umgekehrt.

 Mit wenigen Handgriffen schmiss ich mich dann aber gleich in meine Kleidung und macht mich auf dem Weg zum Meer. Die Hunde warteten schon ungeduldig und freuten sich wie immer auf den morgendlichen Ausflug. Das Joggen am Meer tat wirklich gut und fiel mir auch relativ leicht. In den frühen Morgenstunden ist es hier am Strand fantastisch, weil außer mir und den Hunden selten jemand anderes da ist, außer ab und zu mal ein Fischer.

Am Meer in Costa Rica Samara

Erst steigt etwas Nebel auf, dann dringen die ersten Sonnenstrahlen durch und man fühlt sich frei und inspiriert ins Wasser zu springen. Wenn man erst einmal in den zurzeit sehr hohen Wellen ist und sich von ihnen treiben lässt, hat man direkt 2 Sterne mehr.

Wie erwähnt geht es den Hunden da ähnlich. Sie warteten schon morgens sehnsüchtig an meiner Tür darauf, dass ich endlich nach draußen kommen und mit ihnen loslaufe. Das Zurückjoggen fiel mir dann umso leichter, da ich mich schon auf meinen Kaffee oder Tee freute.

Nora, die Nachbarin, kam später vorbei und wir brannten die Fotos und Videos von unseren Ausflügen auf eine CD. Heute unternimmt sie den zweiten Versuch nach Deutschland zu zurückzukehren. Bei ihrem ersten Versuch hatte sie sich dann doch noch am Flughafen dazu entschieden, ihren Aufenthalt noch einmal zu verlängern.

Merkwürdiger Pferdetransport

Meine Pferde hatten wir auf einer Weide beim Nachbarn untergebracht. Vorige Woche kam dann jemand vorbei und erzählte uns, dass eines unserer Pferde verletzt sei und nicht mehr laufen könne. Wir sind mit dem Arbeiter sofort nachschauen gegangen. Es bestätigte sich, dass das Tier ein Problem am Fuß hatte. Wie, überlegten wir, bekommen wir das Pferd nach hier? Das ist immerhin etwa 2 Kilometer entfernt und schließlich kann man es ja nicht tragen.

Wir beschlossen ihm ein dickes Stück Schaumstoff unter seinen entzündeten Fuß zu binden, damit es beim Gehen nicht so große Schmerzen hat. Daraufhin gingen wir Querfeldein und nicht über die Straße. Mit viel Geduld kamen wir hier schließlich an, wuschen die Wunde aus und desinfizierten sie. Wir gaben dem Pferd noch etwas Moringa und nach zwei Tagen war es zum Glück wieder topfit.

Der Abend naht und ich kaufe keinen Draht

So, jetzt wird noch ein wenig das Saxophon und die Konzertgitarre von meinem Nachbarn Scheffel gequält und dann geht es wieder ins Unterbewusstsein.

Morgen wird der ganze Schwachsinn wahrscheinlich wieder von vorne anfangen.

Anmerkung:

Ich lebe jetzt schon einige Jahre im Hotel Costa Rica Samara, nachdem ich Portugal, Brasilien, Mexiko und Venezuela für mich ausprobiert hatte. Ich bin wirklich happy und zufrieden mit meiner Entscheidung. Zuvor hatte ich den Artikel Auswandern Costa Rica im Internet gelesen und diese Leute haben mir gut weitergeholfen.