Mein Hotelpraktikum in Costa Rica, ab in den Dschungel! (Teil 1)

  • Posted on: 8 October 2017
  • By: Lenka

Schon immer war es einer meiner größten Träume für eine gewisse Zeit ins Ausland zu gehen. Eine andere Welt entdecken, neue Kulturen kennenlernen, meine Sprachkenntnisse verbessern und natürlich auch meinen Lebenslauf aufpeppen. 

Mein Tourismusmanagement Studium bietet mir hier wohl die besten Möglichkeiten da man im 3. Semester ein Auslandsstudium und im 5. Semester ein Auslandspraktikum absolvieren kann. Leider platze dieser Traum letztes Jahr für mich, da ich trotz ziemlicher Zuversicht eine Absage der Universität Aruba erhielt. Alle Studienplätze seien bereits vergeben. Ziemlich frustrierend! Deswegen war für mich sofort klar: Das Praktikum im Ausland ist ein MUSS! Relativ früh machte ich mich auf die Suche nach einer passenden Stelle. Das Problem bei der ganzen Sache war jedoch, dass ich gar nicht so genau wusste wo ich denn nun eigentlich hin will. Bleibe ich in Europa oder soll es doch über die weiten Weltmeere hinausgehen? Immer öfter hörte ich von meinen Kommilitonen, dass sie sich um einen Platz bei den angesehenen und bekannten Tourismusunternehmen bemühten. Vielleicht um so schnell wie möglich eine Karriere anzustreben? Oder um „große Namen" in ihrem Lebenslauf stehen zu haben? All das schien mir absolut unwichtig. 

Meine Prioritäten setzte ich von Anfang an auf gutes Wetter, eine entspannte Atmosphäre und eine andere Sprache. All das natürlich in Kombination mit einer Menge Spaß und Freude. Letztendlich kann ich mich bis heute nicht daran erinnern, wieso ich mich eigentlich für das Land Costa Rica entschieden habe. Ich denke es war wohl eher Zufall, kurzzeitig fixierte ich mich nämlich sehr auf Amerika, insbesondere Kalifornien. Trotz der ewigen und lästigen Recherche war einfach nichts Ansprechendes für mich dabei. Und siehe da, eines Tages bin ich auf der Seite meinpraktikum auf ein Hotelpraktikum in Costa Rica aufmerksam geworden! ‚Hotel Paraiso de Cocodrilo' hörte sich von Anfang an sympathisch an. Mein Interesse wurde zudem geweckt, als ich mich über die genaue Lage des Hotels informierte. Direkt am Pazifik, auf der Nicoya – Halbinsel, abseits von dem städtischen Trubel und mitten im Dschungel. Und noch dazu: unter deutscher Leitung! All das hörte sich ziemlich vielversprechend an, deswegen beschloss ich sofort meine Bewerbungsunterlagen wegzuschicken. Und wenige Tage später erhielt ich auch schon eine Einladung zu einem Skype Gespräch! 

Skype – Gespräch 1. Versuch 

Natürlich macht man sich vor einem Bewerbungsgespräch eine Menge Gedanken. Insbesondere in Deutschland herrschen diesbezüglich oft strenge und starre Normen und man weiß ja nie so genau was auf einen zukommt, welche Fragen einem gestellt werden, ob man den Ansprüchen gerecht wird etc. Sicherheitshalber setzte ich mich dann doch lieber mal mit einem weißen Blüschen und etwas Schminke, natürlich überpünktlich zum vereinbarten Termin, vor meinen PC. Und dann hab ich gewartet und gewartet und gewartet. Anfangs vergingen nur Minuten, irgendwann war es dann über eine Stunde. Ich habe Rainer, dem Besitzer des Hotels, dann gleich eine Mail geschrieben wie es denn nun ausschaut mit unserem Gespräch. Zwei Stunden später kam dann eine Antwort dass es ihm Leid tut und er spontan nach Santa Cruz fahren musste. Macht nix, dachte ich mir und wir vereinbarten einen neuen Termin. 

Skype – Gespräch 2. Versuch

Gleiches Prozedere wie beim ersten Versuch. Etwas nervös saß ich wieder abends um Punkt 20 Uhr (in Costa Rica 12 Uhr mittags) vor meinem Bildschirm und wartete auf den Skype Anruf. Und wieder habe ich gewartet und es kam nichts. Nach einer Stunde war ich etwas enttäuscht schon wieder versetzt geworden zu sein und ging davon aus, dass wohl nichts mehr passieren würde. Aber dann plötzlich gegen 21:30 Uhr ein Anruf! Ganz aufgeregt hab ich diesen angenommen und hatte dann Rainer vor mir sitzen. Sofort wurde mir klar, dass es keinen Grund gibt, aufgeregt zu sein. Rainer machte sofort den typischen „Aussteiger" – Eindruck: braun gebräunt, zerzaustes Haar, sichtlich entspannt und relaxt. Er meinte er habe ein wenig die Zeit vergessen als er mit seinen beiden Hunden eine Runde am Strand spazieren war. Diese Gelassenheit machte auf Anhieb einen positiven Eindruck auf mich und bei unserem lockeren Gespräch wurde mir auch sofort klar, was es mit dem Ausdruck ‚Pura Vida' auf sich hat. Von meiner Seite her gab es keinerlei Zweifel. Rainer meinte er würde sich das ganze überlegen und mir dann Bescheid geben wie alles abläuft. Heißt das jetzt, dass ich die Stelle habe? 

Sprachlos vor Glück

 Eine Woche später, meinte Rainer dann ich solle einen Flug buchen und ihm eine Kopie als Bestätigung schicken. Ich war sprachlos vor Glück und konnte es gar nicht so richtig glauben! Es war nun also endlich entschieden, ich habe ein Hotel Praktikum in Costa Rica, ein echtes Abenteuer aber auch eine neue Herausforderung, welcher ich mich bald stellen sollte. Je mehr ich mich über das Land informierte, desto größer wurde meine Vorfreude. Es war ständig nur von traumhaft schönen Stränden, einer überwältigenden Tier- und Pflanzenwelt im tropischen Regenwald und einem relaxten Lifestyle der sogenannten `Ticos und Ticas` die Rede. Noch dazu machte das Land einen sehr sicheren Eindruck und scheint für zentralamerikanische Standards sehr weit entwickelt zu sein. Diesmal konnte meinem großen Traum wirklich nichts mehr im Wege stehen!

Wenn ich euer Interesse geweckt habe könnt ihr gerne den 2. Teil über mein Hotelpraktikum in Costa Rica lesen und wie die Anreise und meine ersten Tage in einem für mich völlig fremden Land verlaufen sind. 

Kommentare

Bild des Benutzers Heidi Carava

Ich wünsche mir ich wäre wieder dort, wo ich happy war, im Paraiso del Cocodrilo in Costa Rica. Viel Spass und Gruss an Rainer

Heidi
 

Bild des Benutzers Harry Christmas

Ich will auch mal das Land bereisen. Schreib mal wie es weiter gegangen ist. Gruss Harry

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