Laut, lauter, Tamarindo

Bars, Live-Musik, wilde Party-Events, ein Hotel küsst das nächste … in Tamarindo geht es Tag und Nacht hoch her. Nicht ohne Grund wird das Städtchen auch „das Mallorca der Amerikaner“ genannt. Sehr zum Unmut der lokalen Bevölkerung. Kein Wunder, bei so viel Trubel ist es mit der entspannten Nachtruhe weit gefehlt. 

Party in Tamarindo
Leere Straßen – ein seltenes Bild: In Tamarindo ist immer viel los.

Hier bekommt man was auf die Ohren

Jetzt haben offizielle Messungen bestätigt, dass der Geräuschpegel in Tamarindo das erlaubte Maximum weit überschreitet. Dieses liegt bei 55 Dezibel, im beliebten Partystädtchen liegt es gleich mal bei 81 Dezibel. Viel zu hoch! An Neujahr und Ostern wird dieser Wert sogar noch getoppt. Dann fallen hier nämlich die Touristen aus dem In- und Ausland wie die Scheuschrecken ein.

Erhitzte Gemüter

Kein Wunder, dass der stetige Lärm zu Unmut unter den ständigen Bewohnern führt. Viele von ihnen klagen von Schlafstörungen bis hin zu Hörverlust, psychische Beschwerden und Stress. Und: Durch die zahlreichen Partygänger sind die Straßen häufig so verstopft, dass es im Notfall zu fatalen Verzögerungen kommt.

Drama um die Schildkröten

Der Trubel hat zudem katastrophale Folgen für die Tierwelt. Vor allem wenn zwischen Oktober und Februar die Schildkröten zum Eierlegen an den Strand kommen, sorgen Lautstärke und Partylichter und für Probleme. Oftmals sind die Tiere stark verschreckt, so dass sie sich nicht mehr an Land trauen, beziehungsweise, ihre Eier nicht mehr artgerecht verbuddeln. Ein gefundenes Fressen für alle feindlichen Feinschmecker. 

Schildkröten am Pazifik
Die Schildkröten kommen zum Eierlegen an den Strand.

Die Müllberge verursachen ebenfalls erhitzte Gemüter. Verständlicherweise. Sie verdrecken nicht nur Stadt und Strand. Sie gelangen zudem ins Meer und in die Mägen der Tiere. Diese verwenden qualvoll. 

Rettung in Sicht?

Die Gemeinde hat nun beschlossen, großen Events einen Riegel vorzuschieben. Ob dies in die Tat umgesetzt wird, ist jedoch fraglich. Denn Veranstaltungen bringen Gäste, und Gäste sorgen wiederum für klingelnde Kassen.

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Eine Antwort auf „Laut, lauter, Tamarindo“

  1. Sehr interessanter Artikel. Es ist echt zum Heulen, dass immer mehr Plätze durch biersaufende Armleuchter verpestet werden. Mich würde interessieren, ob die Gemeinde tatsächlich Maßnahmen ergreift, um dem Treiben Einhalt zu gebieten. Oder ob Natur und lokale Bevölkerung schlussendlich doch den Kürzeren ziehen. Cheers Henning

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