Nachbarschaft rettet Schildkröten in Not

In La Cruz schauen die Leute nicht zu wie Tierarten vom Menschen bedroht werden: sie packen an, um die Schildkröten vor dem Aussterben zu bewahren!

Die Schildkröten brauchen Hilfe

Ricardo Obando kümmerte sich um Boote am Strand El Jobo und lebte sein ganzes Leben in La Cruz. Er wusste nichts von Schildkröten, die dort Eier legen, bis er eine Nacht am Strand verbrachte. Er entdeckte, dass die Tiere hierherkamen, um ihre Nester zu bauen und dabei stark bedroht sind.

Leute achten nicht auf die Schildkröten, stehlen ihre Eier oder posten unangebrachte Fotos mit den armen Tieren. Da reichte es Ricardo! Er wollte etwas ändern und so ging er nachts auf Patrouille, um mit seinem Kumpel auf die Schildkröteneier aufzupassen.

Rettung der Schildkröten
Schildkröten-Babys sind oft schutzlos ausgeliefert

Nachbarschaft packt an

Mit der Zeit beteiligten sich immer mehr Leute und zusammen sammelten sie Daten über die Schildkröten und sendeten diese zu der Biologin Maike Heidenmeyer. Damit sollte diese von der Existenz der Schildkröten in dieser Region überzeugt werden. So haben die Nachbarn es Ortes alleine ein Schutz-Projekt auf die Beine gestellt und das obwohl die Gegend eher ärmlich ist. Dort leben hauptsächlich Fischer und die Frauen bleiben meist zuhause.

Schildkröten Baby in Costa Rica Strand Buena Vista, Samara

Doch mit der Hilfe von Maike Heidenmeyer gründeten sie letztendlich eine Nicht-Regierungs-Organisation die „Equipo Tora Carey“ (ETC). Eemalige Fischer arbeiten mit Biologen zusammen und gemeinsam nehmen sie Blutproben, wiegen die Tiere und machen Fotos von ihnen. Auch die Kinder wirken mit. In der Schule haben sie ein Fach im Bezug auf Umwelt-Erziehung und samstags säubern sie den Strand und lernen wie man richtig recycelt.

Schutz der Schildkröten
Viele Schildkröten-Arten sind vom Aussterben bedroht!

Wir alle können etwas tun!

Hier wurde es bewiesen: jeder einzelne kann helfen die Umwelt und die Tiere zu schützen. Was klein anfing hat mittlerweile mehrere Anhänger, auch Studenten aus anderen Ländern reisen extra an, um die Gemeinde zu unterstützen. Auch Heidenmeyer sagt, dass die Daten nichts nützen, solange Leute nicht auch aktiv werden. So wie Ricardo Obando, der das Problem erkannt hat und nun alles dafür tut die Schildkröten zu retten!

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