„Godzilla“-El Niño 2015/16

  • Posted on: 20 January 2016
  • By: Jana
El ni~no 2015

Fast auf der ganzen Welt wurden 2015 Wärmerekorde aufgestellt. An vielen Orten, auch in Deutschland, gab es mal wieder extrem milde Temperaturen im November und Dezember. In Nord- und Südamerika ist das Wetterchaos noch extremer, da hier das Phänomen El Niño mit im Spiel ist!

Was ist El Niño?

Eine überdurchschnittliche Erwärmung im äquatorialen Bereich des Pazifik führt alle paar Jahre zu dem sogenannten El Niño, einem Wetterphänomen, das zwischen sechs und 18 Monate andauert. Die Auswirkungen von El Niño sind aber nicht nur in Amerika, sondern auch weltweit zu spüren. So ist das Phänomen auch an den hohen Temperaturen des letzten Jahres beteiligt. Nun sprechen Klimaforscher von einem „doppelten El Niño“, das heißt, dass es dieses Mal über zwei Jahre hinweg extreme Wetterverhältnisse geben wird. Es wird gewarnt, dass in den kommenden Monaten, bis zum Frühsommer 2016, mit Hitze und Dürren, aber auch mit Starkregen und Überflutungen gerechnet werden muss.

El Niño heißt nicht gleich „Katastrophe“!

El Niño muss aber nicht unbedingt eine Katastrophe bedeuten, in manchen Regionen sind seine Effekte sogar positiv: Zum Beispiel können Regenfälle im trockenen Westen der USA eine Erleichterung nach langer Dürre sein. Im Osten der Vereinigten Staaten gibt es in einen El Niño Jahr oft weniger Hurricanes als üblich. Was aber nun passiert, wenn dieses Wetterphänomen in Kombination mit dem durch uns verursachten Klimawandel interagiert, ist ungewiss.

El Niño in Costa Rica

Inwiefern sind die Auswirkungen von El Niño hier in Costa Rica zu spüren? Vor allem in der Provinz Guanacaste, die sowieso schon die trockenste Region des Landes ist, hat es in der letzten Regenzeit kaum Niederschläge gegeben. Das hat natürlich negativen Einfluss auf die Landwirtschaft in dieser Gegend, da das Land ausgetrocknet ist. Auch sind die Temperaturen zurzeit höher als normalerweise, was auch als Effekt des El Niño betrachtet werden kann.

Wir müssen auf alles gefasst sein

Fakt ist, dass 2015 das heißeste Jahr seit Beginn der Klimaaufzeichnungen war. Sicher wissen wir auch, dass dieser El Niño besonders stark ausgeprägt ist und der stärkste seit 50 Jahren werden könnte. Auch 2016 sollen wieder neue Hitzerekorde aufgestellt werden. Wir können uns also wahrscheinlich auf neue Extrem(un-)wetter gefasst machen!

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Kommentare

Toller Artikel mit interessanten Informationen! Leider haben sich Deine Annahmen bestätigt und es sieht bis jetzt auch in 2016 nicht rosig für die Landwirtschaft aus und Hitzerekorde sind tatsächlich eingetreten. Es bleibt zu hoffen, dass sich das Blatt noch wendet.

 

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