Wir zerstören unsere Erde!

Massives Artensterben

Lebewesen, Ökosysteme, Wildnis – Wir töten bedenkenlos! Unsere Erde erlebt gerade das sechstgrößte Artensterben seiner Zeit. 

Egal ob Eis- oder Heißzeit, die Erde hat in ihrer Geschichte bereits viel durchgemacht. Die Dinosaurier sind gestorben, das Mammut auch. Viele Arten haben sich aber auch verändert und angepasst. Die Brutalität mit der die Menschheit Raubbau an der Natur betreibt, steht jedoch auf einem ganz anderen Blatt. So belegt der aktuelle Global Assessment Report des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) ein Massensterben, das zehn- bis 100-fach schneller fortschreitet als in den zurückliegenden zehn Millionen Jahren. Million Tier- und Pflanzenarten sind von der Auslöschung bedroht. Erschreckend!

Massives Artensterben belegt!

Wir sind selber schuld!

Ein verdutztes „wie“ oder „warum“ wäre aber äußerst scheinheilig! Denn dass wir die Natur durch unsere aggressive Agrarwirtschaft massiv ausbeuten, steht außer Frage. Regenwälder werden gerodet, enorme Mengen Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln eingesetzt. Dagegen sind gut gemeinte Aufforstungsprojekte gerade mal ein Tropfen auf dem heißen Stein. Unsere Gier nach exotischen Tieren und Pflanzen als Delikatessen, Potenz- oder Heilmittel heizt die Problematik weiter an. Klimawandel und Umweltverschmutzung setzen dem Ganzen schließlich die Krone auf. Das wir uns damit Grundlagen von Einkommen, Ernährungssicherheit, Gesundheit und Lebensqualität zerstören, scheint vielen scheißegal. Dabei sind die Folgen unwiderruflich: Arten, die ausgestorben sind, können nicht zurückgeholt werden. Biodiversität geht damit unwiederbringlich verloren.

Düngemitteleinsatz
Vor allem unsere aggressive Agrarwirtschaft ist Schuld am Artensterben.

Artensterben in Costa Rica

Auch im Naturparadies Costa Rica gibt es immer weniger Artenvielfalt. Und das, obwohl 25 Prozent des Landes aus Naturreservaten bestehen. Hier ist es vor allem die Sportjagd und der Handel mit exotischen Arten oder Wildpflanzen zur Dekoration, der zum Aussterben beiträgt. Wer hätte nicht gern einen Leguan als Haustier? Außerdem werden oft Züchtungen ins Land gebracht, die mit den heimischen Arten um Lebensraum konkurrieren.

Handel mit Exoten
Auch die Artenvielfalt in Costa Rica schwindet.

Zeit zu Handeln?

Können wir das Massensterben noch verhindern? Wollen wir es überhaupt? Eine berechtigte Frage. Wir schaffen es ja noch nicht einmal, unsere eigene Art zu retten. Bestes Beispiel, das aktuelle Desinteresse an der tragischen Flutkatastrophe in Mosambik. Oder die Wahl der Klima-Killer Trump und Brasiliens Jair Bolsonaro. Wir vernichten unsere Lebensgrundlage, und wir sind selber schuld. 

Mehr Infos zum Thema Klima und Costa Rica findet ihr hier:

Tamarindo, Costa Ricas Mallorca

Gutes Zeichen: Konstanz ruft Klimanotstand aus

Scheinheiliger Recyclingweltmeister Deutschland

Laut, lauter, Tamarindo

Bars, Live-Musik, wilde Party-Events, ein Hotel küsst das nächste … in Tamarindo geht es Tag und Nacht hoch her. Nicht ohne Grund wird das Städtchen auch „das Mallorca der Amerikaner“ genannt. Sehr zum Unmut der lokalen Bevölkerung. Kein Wunder, bei so viel Trubel ist es mit der entspannten Nachtruhe weit gefehlt. 

Party in Tamarindo
Leere Straßen – ein seltenes Bild: In Tamarindo ist immer viel los.

Hier bekommt man was auf die Ohren

Jetzt haben offizielle Messungen bestätigt, dass der Geräuschpegel in Tamarindo das erlaubte Maximum weit überschreitet. Dieses liegt bei 55 Dezibel, im beliebten Partystädtchen liegt es gleich mal bei 81 Dezibel. Viel zu hoch! An Neujahr und Ostern wird dieser Wert sogar noch getoppt. Dann fallen hier nämlich die Touristen aus dem In- und Ausland wie die Scheuschrecken ein.

Erhitzte Gemüter

Kein Wunder, dass der stetige Lärm zu Unmut unter den ständigen Bewohnern führt. Viele von ihnen klagen von Schlafstörungen bis hin zu Hörverlust, psychische Beschwerden und Stress. Und: Durch die zahlreichen Partygänger sind die Straßen häufig so verstopft, dass es im Notfall zu fatalen Verzögerungen kommt.

Drama um die Schildkröten

Der Trubel hat zudem katastrophale Folgen für die Tierwelt. Vor allem wenn zwischen Oktober und Februar die Schildkröten zum Eierlegen an den Strand kommen, sorgen Lautstärke und Partylichter und für Probleme. Oftmals sind die Tiere stark verschreckt, so dass sie sich nicht mehr an Land trauen, beziehungsweise, ihre Eier nicht mehr artgerecht verbuddeln. Ein gefundenes Fressen für alle feindlichen Feinschmecker. 

Schildkröten am Pazifik
Die Schildkröten kommen zum Eierlegen an den Strand.

Die Müllberge verursachen ebenfalls erhitzte Gemüter. Verständlicherweise. Sie verdrecken nicht nur Stadt und Strand. Sie gelangen zudem ins Meer und in die Mägen der Tiere. Diese verwenden qualvoll. 

Rettung in Sicht?

Die Gemeinde hat nun beschlossen, großen Events einen Riegel vorzuschieben. Ob dies in die Tat umgesetzt wird, ist jedoch fraglich. Denn Veranstaltungen bringen Gäste, und Gäste sorgen wiederum für klingelnde Kassen.

Nachbarschaft rettet Schildkröten in Not

Plastikverbot in EU-Ländern

Wundermittel Ingwer

Die Schwedin in Hamburg

Steht Veränderung wirklich vor der Tür? Ist JETZT die Zeit des Wandels gekommen? Die Leistung der Erwachsenen ist das sicher nicht, nein die Jugend sorgt nun für Umdenken im Bezug auf Klimaschutz, ihnen allen voran: Greta Thunberg.

Auch Hamburg ist es genug! Sie holen Greta nach Deutschland.

Klimaschutz statt Unterricht

Vor über einen halben Jahr fiel die junge Schwedin in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Statt freitags in die Schule, ging die damals noch 15-Jährige vor den schwedischen Reichstag und demonstrierte für mehr Klimaschutz. Nun sind Monate vergangen, doch vergessen ist die jetzt 16-Jährige noch lange nicht. Mittlerweile ist sie sogar das Gesicht einer internationalen Jugendbewegung, die die ganze Welt erfasst.

Nach Australien und Frankreich, bleibt auch Deutschland nicht zurück. Zum Großteil besteht die Bewegung aus Schülern, auch sie schwänzen, ganz nach dem Vorbild Gretas, freitags die Schule. Statt zum Unterricht gehen sie auf die Straße und demonstrieren gegen die momentane Klima-Politik. Die Erwachsenen spielen nur mit ihrer Zukunft und um wirklich deren Aufmerksamkeit zu erregen, können sie nicht einfach in ihrer Freizeit demonstrieren.
Zu lange haben alle nur weggesehen, jetzt ist es Zeit etwas zu ändern!

Der Schüler-Marsch in Hamburg

Die Schwedin in Hamburg

Und um ein Zeichen zu setzten, holten sich die Schüler in Hamburg Verstärkung: Greta. Die junge Schwedin nahm persönlich an dem Klimastreik teil und hatte auch ihr berühmtes Schild bei sich: „Skolstrejk För Klimatet“, zu deutsch: „Schulstreik fürs Klima“. Bis zu 3000 Leute nahmen teil und marschierten gemeinsam für die Rettung unseres Planeten. Wer hätte am Anfang gedacht, dass eine jugendliche Schwedin solch eine Bewegung in Gang setzen kann. Aber sie tat es. Heute kommt sie sogar extra nach Deutschland, um die Schüler dort zu unterstützen. Es tut sich etwas. Es geht vorwärts: wir alle müssen jetzt nur mitziehen. Bevor es wirklich zu spät ist…


Nachbarschaft rettet Schildkröten!

Hotel zum Entspannen im Dschungel

Nachbarschaft rettet Schildkröten in Not

Pazifische Bastardschildkröte

In La Cruz schauen die Leute nicht zu wie Tierarten vom Menschen bedroht werden: sie packen an, um die Schildkröten vor dem Aussterben zu bewahren!

Die Schildkröten brauchen Hilfe

Ricardo Obando kümmerte sich um Boote am Strand El Jobo und lebte sein ganzes Leben in La Cruz. Er wusste nichts von Schildkröten, die dort Eier legen, bis er eine Nacht am Strand verbrachte. Er entdeckte, dass die Tiere hierherkamen, um ihre Nester zu bauen und dabei stark bedroht sind.

Leute achten nicht auf die Schildkröten, stehlen ihre Eier oder posten unangebrachte Fotos mit den armen Tieren. Da reichte es Ricardo! Er wollte etwas ändern und so ging er nachts auf Patrouille, um mit seinem Kumpel auf die Schildkröteneier aufzupassen.

Rettung der Schildkröten
Schildkröten-Babys sind oft schutzlos ausgeliefert

Nachbarschaft packt an

Mit der Zeit beteiligten sich immer mehr Leute und zusammen sammelten sie Daten über die Schildkröten und sendeten diese zu der Biologin Maike Heidenmeyer. Damit sollte diese von der Existenz der Schildkröten in dieser Region überzeugt werden. So haben die Nachbarn es Ortes alleine ein Schutz-Projekt auf die Beine gestellt und das obwohl die Gegend eher ärmlich ist. Dort leben hauptsächlich Fischer und die Frauen bleiben meist zuhause.

Schildkröten Baby in Costa Rica Strand Buena Vista, Samara

Doch mit der Hilfe von Maike Heidenmeyer gründeten sie letztendlich eine Nicht-Regierungs-Organisation die „Equipo Tora Carey“ (ETC). Eemalige Fischer arbeiten mit Biologen zusammen und gemeinsam nehmen sie Blutproben, wiegen die Tiere und machen Fotos von ihnen. Auch die Kinder wirken mit. In der Schule haben sie ein Fach im Bezug auf Umwelt-Erziehung und samstags säubern sie den Strand und lernen wie man richtig recycelt.

Schutz der Schildkröten
Viele Schildkröten-Arten sind vom Aussterben bedroht!

Wir alle können etwas tun!

Hier wurde es bewiesen: jeder einzelne kann helfen die Umwelt und die Tiere zu schützen. Was klein anfing hat mittlerweile mehrere Anhänger, auch Studenten aus anderen Ländern reisen extra an, um die Gemeinde zu unterstützen. Auch Heidenmeyer sagt, dass die Daten nichts nützen, solange Leute nicht auch aktiv werden. So wie Ricardo Obando, der das Problem erkannt hat und nun alles dafür tut die Schildkröten zu retten!

Soll es tatsächlich ein Plastik-Verbot in der EU geben?

Traumhotel zum relaxen im Dschungel

Australiens Schüler demonstrieren gegen Klimapolitik

Der Klimawandel bestimmt unser aller Leben, Klimapolitik sollte uns helfen

Laut dem Deutschen Wetterdienst war der diesjährige Sommer der zweitheißeste in Deutschland, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Nur der Sommer 2003 war noch etwas heißer. Der Meeresspiegel steigt stetig und riesige Eisstücke brechen aus Gletschern heraus. Trotzdem nehmen viele Menschen den Klimawandel immer noch nicht ernst. Schüler in Australien haben jetzt die Nase voll von der Untätigkeit der hiesigen Politiker.

Sie schwänzten die Schule um gegen die Klimapolitik der Regierung zu protestieren. „Make earth cool again“, war nur einer ihrer Slogan. Die Reaktion der Politiker konnte jedoch nicht passender sein. Australiens Premierminister Scott Morrison riet den Schülern lieber in der Schule zu bleiben, anstatt zu demonstrieren. Laut dem Minister für Ressourcen lerne man nichts vom demonstrieren, die Schüler sollten lieber im Unterricht sein, und nicht lernen wie man von Sozialhilfe leben kann.

Tausende Schüler sangen und schrieen in mehr als 20 Städten, darunter Sydney, Melbourne und Perth um ihren Frust über den Mangel an Engagement der Klimapolitik des Landes kundzutun. Ihr Vorbild: die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg. Sie hatte 3 Wochen lang die Schule geschwänzt und vor dem schwedischen Parlament in Stockholm gestreikt um die Regierung, sowie die Bevölkerung auf die mangelnde Aktivität der Klimapolitik aufmerksam zu machen. Die Australischen Politiker forderten lediglich weniger Aktivismus und mehr Unterricht.

 

Auch in anderen Ländern wird demonstriert, so zum Beispiel in Nicaragua.